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Djurens Rätt ist die größte Tierrechts- und Tierschutzorganisation Schwedens. Wir arbeiten für eine Welt, in der Tiere als fühlende Lebewesen geachtet werden und in der sie ein Recht auf ihr eigenes Leben haben.

DJURENS RÄTT

Die Hauptaufgabe unserer 1882 gegründeten Organisation ist der unermüdliche Einsatz für Tiere. Djurens Rätt arbeitet täglich daran, Parlamentarier, Kommunalpolitiker, Behörden, EU-Politiker, EU-Institutionen und Unternehmen zu beeinflussen. Wir verbreiten unsere Meinung täglich durch Zeitungsartikel, Aktionen auf sozialen Medien, Kampagnen und auf unserer jährlichen Sommertour. Unser Ziel ist es, so viele Verbesserungen wie möglich für so viele Tiere wie möglich zu erreichen.

Um Tieren helfen zu können, ist Djurens Rätt auf die Unterstützung von Freiwilligen angewiesen. Djurens Rätt besteht aus unseren Mitgliedern und unseren Spendern. Zusammen sind wir eine starke und wachsende Organisation, die sich für die einsetzen, die keine eigene Stimme haben.

Was machen wir?

Wir setzen uns für alle Tiere ein, die bei Tierversuchen, in der Lebensmittelindustrie und in Käfigen der Pelzindustrie leiden müssen, sowie für Tiere, die auf andere Weise vom Menschen ausgenutzt werden und dadurch ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausleben können.

Djurens Rätt setzt sich auch für ein Umdenken und für Gesetzesänderungen ein, die dazu führen sollen, den Status der Tiere entsprechend unserer Grundauffassung zu erhöhen. Djurens Rätt will, dass in unserer Gesellschaft alle Aktivitäten, die den Interessen der Tiere entgegenstehen, abgeschafft werden. Solange es jedoch noch solche Aktivitäten gibt, müssen die Bedingungen der Tiere verbessert werden. Djurens Rätt arbeitet vor allem in folgenden Bereichen: Tierversuche, Tiere in der Lebensmittelindustrie und in der Fellproduktion sowie Veganismus und Verbraucher.

Djurens Rätt ist eine ausgesprochene Anti-Gewalt-Organisation, da wir glauben, dass weder Mensch noch Tier Gewalt ausgesetzt werden sollten. Unsere Ziele wollen wir durch demokratische Meinungsbildung, politischen Einfluss und Umdenken erreichen: wir sind für eine Gesellschaft, in der Tiere nicht mehr unterdrückt werden. Wir arbeiten in erster Linie in Schweden, sind aber auch mit anderen Organisationen international und innerhalb der EU vernetzt.

Wir sind eine politisch unabhängige Organisation und entsprechend dem klassischen Modell der Volksbewegung mit lokalen Organisationen als Basis und einer nationalen Tagung als höchstem Entscheidungsgremium aufgebaut. Die nationale Tagung  wird jedes zweite Jahr abgehalten. Auf dieser Tagung wird ein Verbandsvorstand gewählt, der von einer nationalen Organisation mit bezahlten Mitarbeitern und nationalen Arbeitsgruppen unterstützt wird.

Wie wir denken?

Die Beziehung zwischen Mensch und Tier ist heute sowohl gut als auch schlecht. Da der Mensch die Macht hat, beruht die Beziehung auf den Bedingungen, die der Mensch vorgibt. Aber Macht ist nicht gleich Recht.

Tiere sind, ebenso wie Menschen, lebende und fühlende Wesen mit Interessen und Bedürfnissen, die erfüllt werden müssen. Biologisch gesehen sind Menschen auch Tiere, weshalb die richtige Ausdrucksweise eigentlich wäre „der Mensch und andere Tiere“. Der Mensch hat jedoch die Möglichkeit zu wählen, Gutes oder Schlechtes zu tun, und er hat damit eine besondere Verantwortung gegenüber seinen Mitlebewesen.

Die Fähigkeit, Schmerz und Lust fühlen und erleben zu können, ist für Mensch und Tier gleich. Diese Fähigkeit ermöglicht einem Lebewesen, Interessen zu entwickeln, wie z. B. das Interesse, nicht leiden zu müssen. Das Leiden kann viele Formen annehmen, sowohl physisch als auch mental. Der moralische Status eines Lebewesens wird nicht durch seine Intelligenz, sondern durch seine Fähigkeit zur Wahrnehmung bestimmt.

Eine normale Auffassung ist, dass man andere Tiere nur in Form von Artengruppen oder Populationen berücksichtigen muss. Da aber das Leiden vom einzelnen Lebewesen individuell und nicht von einer Art allgemein erlebt wird, muss das einzelne Lebewesen ins Zentrum gestellt werden. Was zum Leiden führt, variiert nicht nur zwischen den Arten, sondern auch zwischen den einzelnen Individuen.

Tiere sollten auf eine Art und Weise leben können, die ihren natürlichen Verhaltensweisen entsprecht und in Übereinstimmung mit ihren spezifischen Bedürfnissen. Das Ziel sollte dabei sein, dass Tiere nicht ausgenutzt und für Zwecke verwendet werden können, die mit ihren eigenen Interessen als Individuen nicht vereinbar sind.

Die menschliche Gesellschaft mit ihrer vorherrschenden Moral sollte ihre Solidarität dahingehend erweitern, dass andere Tiere berücksichtigt und geachtet werden sowie Mitgefühl erhalten.

Dieser Ansatz steht hinter unserem Motto: Für eine Gesellschaft, die Tiere nicht unterdrückt!

Lokales und internationales Mitwirken

Lokale Organisationen und einzelne Mitglieder/Sympathisanten sind die, die beim Großteil der Kampagnen und bei der Informationsarbeit mitwirken. Die Ausarbeitung und Koordination der Kampagnen sowie die Entwicklung von wissenschaftlich fundierten Berichten geschieht in erster Linie auf nationaler Ebene.

Wir arbeiten jedoch auch außerhalb der Landesgrenzen. Eine wichtige Aufgabe dabei ist es, Politiker in der EU zu beeinflussen, um den Tierschutz zu verbessern. Dies tun wir durch gemeinsame Kampagnen und Lobbyarbeit in Europa, unter anderem durch die Organisation Eurogroup for Animals, deren Mitglied wir sind. Djurens Rätt ist außerdem Mitglied der European Coalition to End Animal Experiments und der Fur Free Alliance. Lesen Sie hier mehr über unsere internationalen Kooperationen.

FINANZIERUNG

Djurens Rätt braucht die Unterstützung von Freiwilligen um Tieren helfen zu können. Letztendlich besteht das „Unternehmen“ Djurens Rätt aus seinen Mitgliedern und den Spendern. Mitgliedsbeiträge, Erbschaften und viele andere Arten von Spenden machen Djurens Rätt zu einer hörbaren Stimme für die Tiere.

Djurens Rätt hat ein 90-Konto, das heißt, die Organisation wird von der schwedischen Spendenkontrolle beaufsichtigt. Um ein 90-Konto zu erhalten, müssen unter anderem mindestens 75 % der Jahreseinnahmen im gleichen Jahr für direkte Aktivitäten ausgegeben werden. Djurens Rätt ist auch Mitglied im „“Frivilligorganisationernas Insamlingsråd“ (FRII), der viele der großen Non-Profit-Hilfsorganisationen in Schweden vereint.

Wohin geht das Geld?

Djurens Rätt arbeitet auf mehreren Ebenen. Wir verbreiten unsere Meinung gegenüber der Öffentlichkeit und haben gleichzeitig viel Kontakt mit privaten Unternehmen, um diese zu inspirieren und sie aufzufordern, tierfreundliche Arbeitsweisen zu fördern. Wir wollen es für die Verbraucher einfacher machen, tierfreundliche Entscheidungen zu treffen. Ein Großteil unserer Arbeit besteht zudem in der politischen Einflussnahme, sowohl durch direkten Kontakt mit Politikern als auch durch die Teilnahme an verschiedenen Referenzgruppen in den Behörden.

Ein Großteil der Arbeit von Djurens Rätt wird von Freiwilligen im ganzen Land geleistet. Wir haben jedoch auch Festangestellte. Das Geld, das wir einnehmen, geht an die gesamte Organisation. Damit wird letztendlich alles finanziert – von gedruckten Materialien und Umfragen bis hin zu Kampagnen und Gehältern. Dies ermöglicht uns, mit zehntausende Menschen direkt anzusprechen, eine hohe Präsenz in den sozialen Medien zu pflegen, Seminare für Politiker und andere Entscheidungsträger zu organisieren, an großen internationalen Kooperationen teilzunehmen uvm. Die Organisation Djurens Rätt lebt im Grunde von Mitgliedsbeiträgen, Erbschaften und anderen Spenden.

GESCHICHTE

Der „Nordische Verein zur Bekämpfung von wissenschaftlicher Tierquälerei“ wurde am 7. Oktober 1882 im Königlichen Palast des damaligen Kommerzienrates, später dann Minister, Johan Christopher Lembcke auf Anregung von Prinzessin Eugenie gegründet. Nur wenige Tage danach, am 11. Oktober, fand die Eröffnungssitzung der neu gegründeten Organisation im Hotel Rydberg am Gustav Adolfs Torg in Stockholm statt.

Adolf Leonard Nordwall von Strängnäs war der erste Vorsitzende der Organisation und Prinzessin Eugenie das erste Mitglied. Nordwall starb 1892 und der Verein wurde bis zum Jahr 1900 ausgesetzt. Dann bekam der Verein eine neue Leitung – das Ehepaar Elna und Christian L. Tenow, die im Gegensatz zu Nordwall eine vegetarische Ernährung zugunsten der Tiere aber auch aus gesundheitlichen Aspekten befürworteten.

Im Jahre 1902 gründete Elna Tenow die Zeitschrift „Medlemsbladet“, die dann 1909 in „Djurens Rätt“ umbenannt wurde. Diese Zeitschrift ist bis heute das Organ der Organisation. Die Mitgliederzahl des Vereins stieg schnell an und im Jahr 1904 hatte der Verein schon fast 10.000 Mitglieder!

Nach der Generation Tenow kamen keine neuen Mitglieder mehr in den Nordischen Verein, vielmehr blieben die Personen, die seit den frühen 1900er Jahren aktiv waren, bis in die 1940er Jahre im Verwaltungsrat.

Noch einmal übernimmt ein Ehepaar die Leitung des Vereins. Diesmal sind es Johan und Ellen Börtz. Johan, der 1951 als Vorsitzender gewählt wurde, trat erst im Jahr 1976 zurück, als er bereits 77 Jahre alt war. Ellen war Sekretärin des Aufsichtsrates und kümmerte sich um die Verwaltung. Sie war Redakteurin der Zeitung und schrieb fleißig Leserbriefe.

Über Broschüren konnte man Menschen gut erreichen und von den quälenden Tierversuchen berichten. Dies bewirkte, dass die Mitgliederzahl aus dem Rekordtief von knapp 700 Mitgliedern in den frühen 1950er Jahren wieder zu steigen begann. 1959 erreicht die Mitgliederzahl weit über 3000 und in Motala spaltete sich die erste lokale Gruppe ab.

Als der Verein im Jahre 1970 seinen Namen zum zweiten Mal verkürzt, und zwar auf „Nordischer Verein gegen qualvolle Tierversuche“, kam es zu einem bedeutenden Durchbruch. Die Mitgliederzahl war nun auf mehr als 7000 gestiegen. Die neue Generation engagierte sich nicht nur gegen Tierversuche, sondern stellte auch die Unterdrückung der Tiere als Ganzes in Frage.

Die 1980er Jahre waren für die Organisation sehr erfolgreich. 1985 bekam Djurens Rätt mehr neue Mitglieder als jemals zuvor, über 15.000. Und 1990 erreichte der Verein seine höchste Mitgliederzahl: 64.817. In diesem erfolgreichen Jahrzehnt war Birgitta Carlsson (1977-1993) Vorsitzende der Organisation.

In den 1990er Jahren beschäftigte sich Djurens Rätt immer mehr auch mit anderen Fragen als Tierversuchen. Der Begriff Tierrechte etablierte sich schnell, nachdem Lisa Gålmark, eine Angestellte von Djurens Rätt, ihn eingeführt hatte. Eine neue Generation setzte sich nun direkt für die Tiere ein, indem sie Vegetarier oder Veganer wurde.

Auf der nationalen Konferenz, dem höchsten Entscheidungsgremium der Organisation wurde 1999 beschlossen, dass der „Nordische Verein gegen qualvolle Tierversuche“ in „Förbundet Djurens Rätt“ (Verband Tierrechte) umbenannt wird.

TIERETHIK

Djurens Rätt ist der Ansicht, dass alle fühlenden Wesen ein Recht auf ein Leben ohne Unterdrückung, Zwang oder Ausbeutung haben. Das klingt selbstverständlich, doch gilt dieses Recht nicht für alle Individuen. Für Individuen, die auf vier Beinen laufen oder Eier legen, unterscheiden sich die Bedingungen sehr.

Speziesismus

Dass es falsch ist, jemanden zu diskriminieren, nur wegen einer bestimmten Hautfarbe oder eines bestimmten Geschlechts, wird oft diskutiert, obwohl diese Probleme bei Weitem nicht gelöst sind. Die systematische Diskriminierung aufgrund einer Art (Speziesismus) wird dagegen grundsätzlich nie in Frage gestellt. Wir werden dies nun genauer betrachten.

Der Mensch hat eine Sonderstellung. Wir haben die Fähigkeit zu wählen, Gutes oder Schlechtes zu tun. Unsere Fähigkeit zu planen und zu analysieren führt dazu, dass wir Verantwortung gegenüber unseren Mitlebewesen tragen. Jeder, der eine enge Beziehung zu einem anderen Tier hat, weiß, dass diese, genau wie Menschen, Freude und Leid fühlen. Es ist daher auch vernünftig zu denken, dass Tiere Freude erleben wollen und dass sie Schmerz und Leid vermeiden möchten. Sollten Tiere kein Recht darauf haben?

Warum Tiere Rechte haben sollten

Ein Argument, das oft genannt wird ist, dass nur wir Menschen Rechte haben sollten, weil wir schlauer sind. Aber das ist nicht wahr. Es sind nicht alle Menschen schlauer als alle Tiere. Und warum sollte nur die Intelligenz betrachtet werden? Was passiert mit den Rechten weniger intelligenter Menschen, wie zum Beispiel von Säuglingen und von dementen Personen? Natürlich sollen alle Rechte haben, unabhängig vom Intelligenzniveau!

Ein weiteres Argument ist, dass wir schon immer Tiere ausgenutzt haben. Aber nichts wird moralisch besser vertretbar, nur weil es eine lange Zeit so gewesen ist, oder weil es eine Tradition ist. Was würden wir dann über Krieg und Rassismus sagen? Sind Krieg und Rassismus vertretbar, nur weil es sie schon lange gibt?

Ein drittes Argument ist, dass wir verschiedenen Arten angehören. Aber die Art ist ein biologischer Begriff. Die Arteneinteilung oder die Einteilung auf Grundlage von Ethnizität oder Geschlecht sagt wenig darüber aus, wie Individuen zu behandeln sind.

Djurens Rätt arbeitet für eine Gesellschaft, in der Tiere nicht unterdrückt werden; eine Gesellschaft, die die Interessen aller Individuen berücksichtigt, unabhängig von ihrer Art. Tiere haben Rechte!

DIE GEISTIGEN FÄHIGKEITEN DER TIERE

Dass Tiere Gefühle haben und die Fähigkeit ihre Umgebung zu erleben ist für viele Menschen offensichtlich. Aber selbst wenn wir uns darauf einigen können, gibt es im Innenleben von Tieren vieles, das die meisten Menschen nicht wissen. Inzwischen gibt es darüber sehr viele Studien die zeigen, dass auch Tiere die Fähigkeit haben zu reflektieren, Probleme zu lösen, zu kommunizieren und Mitgefühl zu zeigen.

Es gibt Zehntausende von Wirbeltierarten, doch nur sehr wenige von ihnen sind so genau beobachtet worden, dass es uns möglich ist, über ihre geistigen Fähigkeiten viel zu sagen. Vor allem Primaten, Ratten, Tauben, Mäuse – und in jüngerer Zeit auch Hunde und Krähen – sind untersucht worden, während es deutlich weniger Studien  über Tiere gibt, die häufig in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. Es gibt eine unglaublich große Anzahl an Arten, über die wir kaum etwas wissen. Das bedeutet, dass wir mit der Annahme, was Tiere können und was nicht, oder darüber, was möglicherweise nur der Mensch kann, sehr vorsichtig sein müssen.

Dass Tiere ein Bewusstsein haben, ist ein wesentlicher Grundgedanke, und die Voraussetzung für die Arbeit von Djurens Rätt. Wir sehen, dass Tiere die Fähigkeit haben, Gefühle wie Freude und Schmerz wahrzunehmen, dass ihr Leben und Tod von Bedeutung sind, und dass es falsch ist, ihnen zu schaden oder sie zu töten.

Etwas zu verletzen oder zu töten, das keine Gefühle hat, wie zum Beispiel einen Baum, ist etwas ganz anderes, als jemandem, der ein Bewusstsein hat, zu schaden oder ihn zu töten. Die Fähigkeit zum Erleben von positiven und/oder negativen Gefühlen, wie Schmerz, Angst, Freude oder Neugier, ist es, die den Umgang mit Tieren zu einer wichtigen Angelegenheiten macht. Das ist auch die Grundlage, die Tieren ein Recht auf Leben zuschreibt.

Für Djurens Rätt ist es ein selbstverständlicher Ausgangspunkt, dass nichtmenschliche Tiere, genau wie der Mensch, ein Bewusstsein haben und Erfahrungen machen. Manchmal werden verschiedene mentale Eigenschaften, wie zum Beispiel „Intelligenz“ als Argument genannt, um Menschen einen höheren Wert oder mehr Recht auf Leben zu geben, als anderen Tieren. Intelligenz ist ein schlecht definierter Begriff, der vollständig auf eine bestimmte Art des menschlichen Denkens abzielt; es ist nicht die Intelligenz, die dazu führt, dass wir Leid oder Glück erleben. Allerdings können geistigen Fähigkeiten Einfluss auf die speziellen Bedürfnisse und Interessen haben.

Das Wissen über die geistigen Fähigkeiten anderer Tiere führt hoffentlich zu mehr Achtung und Verständnis für unsere Mitlebewesen auf dieser Erde. Es fällt uns oft leichter, uns wiederzuerkennen und mit jenen Mitgefühl zu haben, die uns ähnlich sind. Darum machen wir auf diesen Seiten vor allem auf Eigenschaften aufmerksam, die wir Menschen mit anderen Arten teilen - aber es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass andere Tiere auch Fähigkeiten haben, die uns fehlen, und die für sie vielleicht noch wichtiger sind.

TIERE IN DER LEBENSMITTELINDUSTRIE

Die Lebensmittelindustrie ist der Bereich, in dem die größte Anzahl von Tieren genutzt wird, entweder um Nahrung zu produzieren oder um selbst Nahrung zu werden. In einem Jahr werden in der schwedischen Lebensmittelindustrie etwa 100 Millionen Tiere getötet.

Die oben genannte Aufteilung ist eigentlich überflüssig, da auch Tiere, die wir für die Produktion von Eiern und Milch nutzen, später, wenn sie aus unserer Sicht verbraucht sind, getötet werden. Als Ergebnis der harten Zucht und der hohen Produktivität geschieht das in der Regel schon nach wenigen Jahren, oder in noch kürzerer Zeit. Tiere, die in Schweden zum Essen getötet werden, sind zum Beispiel Fische, Hühner und Schweine. Diese Tiere haben gemeinsam, dass sie alle Schmerz und Leid empfinden. Fische schreien nicht auf die gleiche Art wie Schweine, aber das bedeutet nicht, dass Fische nicht leiden, wenn sie gefangen werden und an der Luft ersticken.

Die meisten Menschen sind berührt, wenn sie Nachrichten über Tiere sehen, die bei Transporten leiden oder im Schlachthof schlecht behandelt werden. Solchen Nachrichten folgt oft eine Welle von Debatten und empörten Leserbriefen. Es werden Forderungen nach mehr Kontrollen und strengeren Regeln gestellt. Djurens Rätt setzt sich für solche unmittelbaren Verbesserungen ein, aber das ist uns nicht genug. Wir meinen, dass jegliche Haltung von Tieren in der Nahrungsmittelindustrie eine nicht zu akzeptierende Ausnutzung von Tieren darstellt; da ihnen damit ihr Leben genommen wird. Tiere sind kein Essen!

TIERVERSUCHE

Tierversuche werden in vielen verschiedenen Bereichen der Forschung, in der Lehre, in der pharmazeutischen und anderen Industrien eingesetzt. Tiere werden in Situationen eingesetzt, in denen es als unethisch betrachtet wird, Experimente an Menschen durchzuführen. Das bedeutet, dass diese Versuche beim Menschen mit einem übermäßigen Risiko für Verletzungen oder mit großen Schmerzen verbunden wären. Aber es ist auch nicht ethisch vertretbar, diese Versuche an anderen Tieren durchzuführen, da auch sie Schmerz und Leid fühlen.

Viele der Versuche die heute gemacht werden, sind schmerzhaft und verursachen großes Leid für Tiere. Das kann nicht akzeptiert werden. Das Leiden ist jedoch nicht nur auf das Experiment selbst beschränkt. Die Lebensräume der Versuchstiere sind meist sehr einfach, in engen Räumen und mit mangelnder Stimulation. Ein wachsender Anteil der Tiere ist genetisch verändert und wird als Modell für verschiedene Krankheiten beim Menschen eingesetzt. Diese Tiere werden manipuliert, um Krankheiten zu entwickeln. Djurens Rätt setzt sich für die Abschaffung aller Tierversuche ein, die nicht im Interesse der Tiere sind.

Dies bedeutet nicht, dass wir gegen wissenschaftliche oder medizinische Entwicklung sind. Es gibt heute bereits ausgefeilte Methoden, die einige Tierversuche ersetzt haben. Diese Verfahren basieren oft auf menschlichen Zellen oder gehen von menschlichen Modellen oder Daten aus. Darum können diese Methoden für die Vorhersage der Auswirkungen auf den Menschen sehr gut sein. Zurzeit fehlt es leider an Methoden, alle Formen von Tierversuchen zu ersetzen. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass nicht genug Mittel ausgegeben werden, um nicht-tierische Methoden zu entwickeln. Das Fehlen von Alternativen zu Tierversuchen bedeutet jedoch nicht, dass der Mensch das Recht hat, Tiere in Experimenten zu verwenden. Tiere sind keine Versuchsobjekte!

TIERE IN DER PELZINDUSTRIE

Pelzindustrie bedeutet, dass Tiere gezüchtet und getötet werden, nur weil sich Menschen mit ihren Pelzen einkleiden wollen. In Schweden werden jedes Jahr ca. eine Million Nerze für Pelze getötet. Darüber hinaus werden in kleinerem Umfang Kaninchen zur Herstellung von Pelzen gehalten. Diese Tiere leben in kleinen Käfigen. Die Lebensbedingungen unterscheiden sich sehr von dem Leben, an das die Tiere natürlich angepasst sind. Die Haltung von Füchsen wurde im Jahr 2001 eingestellt, als strengere Vorschriften eingeführt wurden. Gleiches geschah 2014 mit der Haltung von Chinchillas.

Schweden exportiert jährlich Pelze im Wert von ca. 270 Mio. SEK (1). Der meiste Pelz, der hier produziert wird, wird exportiert, und der Pelz, der in Schweden verkauft wird, wird importiert. Es werden auch viele Pelze von Wildtieren verkauft, die mit Fallen gefangen werden und dabei einen sehr schmerzhaften Tod sterben.

Lange Pelzmäntel sieht man heute nicht mehr so oft wie früher. Das ist natürlich ein Schritt nach vorn. Leider wird der Rückgang dieses Bedarfs durch den erhöhten Verkauf von Pelzapplikationen an Jacken, Hüten, Schuhen, Spielzeug und anderen Produkten mehr als ausgeglichen. Für Tiere, geht es dabei jedoch nicht um ein paar Einsätze, sondern es geht um ihr Leben. Djurens Rätt will, dass Tiere ihre Pelze behalten, und dass Pelztierzucht und andere Pelzproduktion verboten werden. Tiere sind keine Kleidung!

INTERNATIONALE ARBEIT

Tierrechte müssen in allen Ländern der Welt gefördert werden. Djurens Rätt arbeitet deshalb mit Tierschutzorganisationen auf der ganzen Welt zusammen.

Die Bedingungen für Tiere in Schweden werden dadurch beeinflusst, was in anderen Teilen der Welt geschieht und umgekehrt. Die EU-Mitgliedschaft von Schweden hat dazu geführt, dass sich Djurens Rätt besonders dafür einsetzt, EU-Beschlüsse in Tierfragen zu beeinflussen. Dies tun wir durch gemeinsame Kampagnen mit anderen europäischen Organisationen und durch Lobbyarbeit. Djurens Rätt ist auch Mitglied von mehreren internationalen Dachverbänden und Organisationen die sich mit speziellen Sachfragen befassen.

Tiere in allen Ländern sollen Rechte haben! Deshalb arbeitet Djurens Rätt auch auf internationaler Ebene.

TIERFREUNDLICHE KONSUMENTEN

Für eine Gesellschaft, in der die Tiere nicht als Ware angesehen werden.

Tiere werden ausgenutzt, weil es eine Nachfrage nach tierischen Produkten gibt; diese Nachfrage stimuliert und pflegt die Tierindustrie durch permanente Reklame. Wenn Sie tierfreundlich konsumieren, könne sie diese Situation beeinflussen. Jede tierfreundliche Wahl bedeutet, dass Tiere vor Leid und Unterdrückung gerettet werden.

Als Verbraucher können Sie viel bewirken, indem Sie nach tierfreien Waren fragen. Je öfter tierethische Produkte nachfragt werden, desto größer wird die Auswahl an tierfreien Produkten. Trauen Sie sich deshalb, Forderungen an Unternehmen zu stellen. Fordern Sie die Unternehmen auf, ihre ethische Verantwortung für das Wohl der Tiere wahrzunehmen.

Wählen Sie Vegan

Eine der wichtigsten Entscheidungen, die Sie in Ihrem täglichen Leben treffen können, betrifft die Ernährung, weil in der Lebensmittelindustrie die größte Anzahl von Tieren genutzt wird. Heute ist einer von zehn Schweden Veganer und das Interesse an veganer Ernährung hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Durch vegane Ernährung können Sie in Ihrem Leben mehrere tausend Individuen retten. Die vegane Ernährung ist außerdem gesund, nahrhaft, abwechslungsreich und schmackhaft.

Tierische Produkte im Alltag

Tiere werden auch für viele andere Produkte, wie Kleidung, Kosmetik, Körperpflege, Möbel und Beleuchtung, verwendet. Es gibt auch eine breite Palette von Kosmetik und Haushaltsprodukten, die an Tieren getestet werden. Zum Glück gibt es viele Materialien, für die keine Tiere genutzt werden müssen. Djurens Rätt möchte es Verbrauchern erleichtern, Produkte zu wählen, die keine Bestandteile von Tieren enthalten oder deren Produktion zu keinem Tierleid geführt hat.Tiere sind keine Ware!

Tiere als Unterhaltung

Für eine Gesellschaft, in der Tiere nicht als Unterhaltung angesehen werden.

Tiere werden in vielen Bereichen zur Unterhaltung verwendet. Sie werden in Zoos zur Schau gestellt, sie werden dressiert, um Zirkusnummern aufzuführen, oder sie werden bei Stierkämpfen zu Tode gequält. In einigen Fällen, zum Beispiel beim Rennsport, geht es dabei um viel Geld. Tiere erscheinen oft in Filmen, sowohl in Spielfilmen, als auch in Werbefilmen. Auch die Tourismusindustrie verdient Geld mit Tieren, zum Beispiel mit Fotos und Reittouren. In anderen Fällen geht es vor allem um Prestige und Ehre, wie bei Ausstellungen, Wettbewerben und Sport. All diese Aktivitäten haben eins gemeinsam, sie verwenden Tiere zur Unterhaltung des Menschen. Es ist nicht im Interesse der Tiere transportiert zu werden oder Kunststücke aufführen zu müssen.

Tiere sind fühlende Wesen mit eigenen Bedürfnissen und Interessen. Djurens Rätt will, dass Tiere und ihre Interessen ernst genommen werden. Wir setzen uns gegen alle Formen der Ausbeutung von Tieren zum Zwecke der Unterhaltung ein.

Tiere sind keine Unterhaltung!

TIERE ALS FAMILIENMITGLIEDER

Heute können Sie ein Tier in der gleichen Art und Weise kaufen, wie ein Auto oder einen Fernseher. Das Tier wird zu einem Besitzobjekt, das man abschaffen oder sogar töten kann, wenn man es nicht mehr haben will. Viele Tiere werden vom Menschen, der sich um sie kümmern sollte, vernachlässigt, misshandelt oder einfach ausgesetzt. Vielleicht war der Kauf nicht richtig durchdacht, das niedliche Tier wurde größer, man hatte keine Lust mehr, sich darum zu kümmern, oder man stellte fest, dass jemand in der Familie allergisch war.

Der Schmuggel von Tieren ist ein weiteres großes Problem. Schmuggel zieht oft großes Leid für die beteiligten Tiere nach sich und stellt außerdem auch ein Infektionsrisiko für andere Tiere und den Menschen dar. „Exotische“ Tiere (d. h. Tiere aus anderen Teilen der Welt) und Hunde gehören zu den am häufigsten geschmuggelten Tierarten. Exotische Tiere gehören übrigens auch deshalb nicht nach Schweden, weil sie sich in unserem Klima nicht wohlfühlen.

Djurens Rätt ist der Meinung, dass Tiere, die mit dem Menschen leben, den Status eines Familienmitglieds haben sollten. Wir sind gegen eine kommerzielle Zucht und Aufzucht, die den Interessen der Tiere entgegensteht. Wir unterstützen nicht die Umsiedelung von Tieren, aber wir ermutigen jeden, der darüber nachdenkt, sich ein Haustier anzuschaffen, ein Tier zu adoptieren, dass ein neues Zuhause braucht, anstatt sich an einen Züchter zu wenden. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass dem Tier genug Zeit, Pflege und Aufmerksamkeit geboten werden kann.

Tiere sind kein Besitz!

JAGD

Für eine Gesellschaft, in der die Tiere nicht als Zielscheibe angesehen werden.

In Schweden werden jährlich mehr als eine Million Tiere bei der Jagd getötet; dazu kommt eine unbekannte Zahl angeschossener Tiere. Die Tiere, die in Schweden am meisten gejagt werden, sind Hirsche, Elche und Hasen. Auch Raubtiere, wie z. B. Wölfe und Füchse, werden gejagt. Gejagt wird auch auf hoher See, zum Beispiel Robben und in einigen Ländern auch Wale und Delfine. Nicht einmal in den Schutzgebieten oder während der Aufzucht ihrer Jungen werden die Tiere in Ruhe gelassen. Es wird auch in Nationalparks und in Naturschutzgebieten gejagt und selbst die so genannte Schutzjagd auf verschiedene Arten darf auch während der Jungtieraufzucht stattfinden.

Für die Jagd auf Tiere werden viele verschiedene Arten von Waffen eingesetzt. Am häufigsten werden Gewehre mit Kugeln oder Schrot verwendet, aber auch Fallen, Schlingen, Harpunen oder andere Tiere. Bei der Jagd können auch andere, als die gejagten Tiere, getötet oder verstümmelt werden. Auch Tiere, die als Jagdwerkzeuge verwendet werden, werden getötet. Dazu gehören unter anderem Hunde, die Gewehrkugeln zum Opfer fallen, von anderen Tieren verletzt und getötet oder von Autos überfahren werden.

GESETZGEBUNG

Für eine Gesellschaft, in der Tiere Rechte haben.

Wenn ein Verbrechen gegen ein Tier begangen wird, gibt es heute niemanden, der das Tier vertreten kann oder das Verfahren vor Gericht führen kann. Djurens Rätt möchte das ändern. Auch wenn es um Tiere geht, brauchen wir ein Zwei-Parteien-System in den Gerichten. Heutzutage können sind Tiere vor Gericht kaum verteidigen, weil niemand sie vertritt bzw. niemand das Recht hat, sie zu vertreten. Irgendjemand, vielleicht die demokratischen Tierschutzorganisationen, müssen dieses Recht erhalten, Tiere vor Gericht zu vertreten zu dürfen. Darüber hinaus brauchen wir in unserem Rechtssystem Personen, die ein umfangreiches Wissen über die Situation von Tieren und über die Verbrechen gegen Tiere haben, zum Beispiel speziell ausgebildete Staatsanwälte.

In Situationen, in denen Verbrechen gegen sie begangen werden, sind Tiere besonders hilflos; sie befinden sich in einer Abhängigkeit und haben nur wenige Möglichkeiten sich dagegen zu wehren. Die Situation wird dann noch dadurch verschärft, dass die Justiz bei Tierquälerei und Vernachlässigung gern nicht so genau hinsieht, und dass die Strafen für Tierquälerei in der Regel mild sind oder ganz ausbleiben. Djurens Rätt ist der Ansicht, dass immer vom Tier ausgegangen werden muss und dass sich die Frage gestellt werden sollte: Wie nimmt das Tier den Übergriff wahr?

Tiere haben ein Recht auf Gerechtigkeit!

PLANUNG UND UMWELT

Die menschliche Gesellschaft ist für menschliche Bedürfnisse konzipiert. Dies ist kaum verwunderlich, aber je stärker die Weltbevölkerung wächst, desto mehr greifen wir in den Lebensraum und in die Lebensbedingungen von Tieren, mit denen wir diese Erde teilen, ein.

Wenn eine neue Straße oder eine neue Industrie geplant wird, werden manchmal Einschätzungen darüber gemacht, wie Tiere in unmittelbarer Umgebung davon betroffen sind. Der Klimawandel und die akute Umweltverschmutzung betreffen in der Regel zuerst Tiere. Die Diskussionen neigen dazu, sich um Populationen zu drehen, vor allem, wenn bedrohte Arten betroffen sind. Aber dies ist nicht das gleiche, wie auf einzelne Tiere Rücksicht zu nehmen. Wenn Tiere verletzt werden, krank werden oder sterben, ist das für das Individuum immer schlimm, egal ob die entsprechende Art bedroht ist oder nicht. Dies ist der Ausgangspunkt für die Arbeit von Djurens Rätt. In diesem Abschnitt wollen wir uns genauer anschauen, wie die Raum- und Landschaftsplanung des Menschen die Tiere beeinflusst.

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